„Philosophie ist nicht als der Mut, in einen Irrgarten einzutreten. Wer aber dann auch die Eingangspforten vergisst, kann leicht in den Ruf eines selbständigen Denkers kommen.“ Karl Kraus

Die Schüler der Oberstufe ab Klasse 11 haben die Möglichkeit, das Fach Philosophie zu wählen. Sie können dieses Fach dann bis zum Abitur weiterführen und es auch als Prüfungsfach wählen, wenn sie durchgehend, also in allen Halbjahren ab Klasse 11 den Unterricht besucht haben. Für dieses Fach ist Freude am Diskutieren genauso wichtig wie die Bereitschaft, sich mit manchmal recht fremdartigen Texten und Vorstellungen anderer Menschen und Zeiten auseinanderzusetzen.

 


Was ist Philosophie?

Philo-Sophia bedeutet soviel wie: Liebe zur Weisheit. Der Weise hat einen großen Erfahrungsschatz, der ihm hilft, die vielfältigen, immer wieder neu entstehenden Fragen des Lebens zu beantworten. Mit bloßem Wissen darf das nicht verwechselt werden. Nicht nur Wissen, sondern auch Nachdenken ist notwendig, um der Aufforderung des Sokrates nachzukommen: "Erkenne Dich selbst!" Bekanntlich formulierte derselbe Philosoph auch die weise Einsicht: "Ich weiß, dass ich nichts weiß." Philosophieren heißt aber nicht nur fragen, sondern auch Antworten suchen und geben - im Gespräch oder bei den Gedanken, die uns frühere Philosophen aufgeschrieben haben. Dazu ist mitunter Geduld notwendig, denn eine Antwort ist nie endgültig, sondern bedarf immer erneuter Durchdringung und gemeinsamer Überprüfung. Die wichtigsten Gebiete, auf denen die Philosophie nach Antworten sucht, hat Kant in vier Fragen zusammengefasst:

· Was kann ich wissen?

· Was soll ich tun?

· Was darf ich hoffen?

· Was ist der Mensch?

Ziele des Philosophie-Unterrichts

Der Philosoph Kant äußerte einmal, man könne nicht Philosophie lernen, sondern nur das Philosophieren. Für den Philosophie - Unterricht bedeutet das, dass die Schüler selbst philosophieren sollen und nicht nur etwas über die Philosophie bestimmter Philosophen gelehrt bekommen. Das darf aber nicht mit dem bloßen Äußern seiner Meinung wie in einer Talkshow verwechselt werden, denn es kommt immer auf die Begründung und Rechtfertigung an, die ähnlich wie in der Mathematik sehr abstrakt und allgemeingültig entwickelt werden muss. Dabei werden verschiedene Fähigkeiten trainiert, die einem nicht nur im Philosophie - Unterricht zugute kommen:

· rationales Argumentieren

· Fragen und Probleme denkend erschließen

· Analysieren von philosophischen Texten

· selbständiges Urteilen

· selbständige Wertorientierung

Inhaltlich stehen neben den Einzelthemen (s.u.) folgende allgemeine Ziele im Vordergrund:

· Überblick über philosophische Grundpositionen erlangen

· Hintergründe abendländischer Kultur kennen lernen

· Wurzeln der (Natur-)Wissenschaft, des Staatswesens, der Moral und philosophischer Sinnentwürfe kennen lernen

· Zusammenhang zwischen wissenschaftlichem Wissen und Weltbild erkennen

 

Mögliche Unterrichtsinhalte

· Ist der Mensch frei?

· Angst und Hoffnung

· Ist der Mensch von Natur aus gut?

· Erscheinung und Wirklichkeit

· Warum brauchen wir einen Staat?

· Was ist Glück?

· Gibt es einen Fortschritt in der Geschichte?

· Muss man immer die Wahrheit sagen?

· Das Sein und das Nichts

· Technik und Gesellschaft

· Recht und Gerechtigkeit


Zu den Einzelthemen:

Nietzsche (stets wütender Philosoph des 19. Jahrhunderts)

 

verunsicherte hämisch:

 

 

„GOTT IST TOT!“

 

 

Gott(nach Hebbel das von Menschen erdachte eigene Gegenteil)

 

brüllte beleidigt:

 

“Nietzsche ist tot!“

 

 

Django (Held gleichnamiger schlechter Italo-Western)

 

stellte klar :

 

“Tote reden nicht!“

 

 

Wer lügt hier?

 

Diese Frage, aber auch ...

Was kann ich wissen? / Gibt es ein Leben nach der Werbung? / Kann Denken Spaß machen? / Was kann ich begreifen? / Was soll ich tun? / Muss Wissenschaft moralisch sein? / Was ist schön? / Welchen Sinn macht die Geschichte? / Ist unsere Logik unlogisch? / Was existiert tatsächlich? / Was ist der beste Staat? / Was ist „Ich“? / Was ist Glück? / Gibt es Gerechtigkeit? / Ist Astrologie eine Wissenschaft? / Sind Buddhisten bessere Menschen? / Was ist der Mensch? und viele mehr stehen im Mittelpunkt des Unterrichts.


Wie sind Anweisungen in Klausuren zu verstehen? Dies erklärt die

 

 


Interesse an Beispielklausuren?

 

 

 

 

 


Interesse an einer Beispielpräsentation für die 5. Prüfungskomponente in Philosophie?

(Dank an Eric Kunze, der seine Präsentation zur Verfügung gestellt hat!)