Darstellendes Spiel am RLG - das ist doch nur ein normales Fach...
Oder etwa nicht? Gibt es Unterschiede? Wann ja, wo liegen diese dann bitte?

 

Diese Frage könnten sich Schüler, welche nicht an einem der DS-Kurse teilnehmen, berechtigterweise stellen, denn oberflächlich ist doch an DS nichts besonders.
Den Kurs „Darstellendes Spiel“ kann man schließlich wie jeden anderen Kurs wählen - bzw. auch schon als zusätzliches Wahlpflichtfach in der 10ten Klasse.

Ist dies geschehen, hängt es hauptsächlich von den Spielleiterinnen Fr. Rauch und Fr. Kündiger ab, in welchen der DS-Kurse man landen wird. Normalerweise kommen die Kurse auf eine Gesamtgröße von 15 - 20 Schüler verschiedener Klassen- und Altersstufen. Gleichermaßen eine Herausforderung für die Spielleitung und die Teilnehmer, welche jedoch noch immer gemeistert wurde.

Der Kurs unter Fr. Kündigers Leitung trifft sich regelmäßig einmal pro Woche, nämlich Montags ab 16°° Uhr für planmäßig drei Stunden; Fr. Rauchs Kurs im selben Zeitraum jeden Dienstag.

Soweit so gut, doch wo liegen denn nun die angedeuteten Besonderheit den Unterrichtsfach DS?
Nun ja, jeder DS - Kurs, unabhängig unter wessen Leitung, setzt höhere Erwartungen und auch Herausforderungen an die Teilnehmer. Im Gegensatz zu ziemlich jedem anderen Fach arbeiten hier alle Schüler gemeinsam an einem großen Projekt, welches letztendlich auf der Bühne präsentiert werden will.
Diese gemeinsame Arbeit führt von der Entwicklung bis hin zur großen Premiere.

Das fordert ein außergewöhnlich hohes Maß an Ehrgeiz und Teamfähigkeit jedes einzelnen Teilnehmers. ( -> Mehr dazu in: „Anforderungen an Darsteller“)

Schon der Ablauf einer DS - „Stunde“ zeigt genau dies:  begonnen wird üblicherweise mit einer kollektiven Erwärmung - i.d.R. vorbereitet und durchgeführt von ein paar (wechselnden) Schülern. Das bereitet zum einen auf die körperliche Betätigung vor, zum anderen fördert es auch und vor allem das Gemeinschafts- und Gruppengefühl, welches notwendig ist und jeden DS - Kurs auszeichnet.

Der Umstand, dass ein zu produzierendes Stück von vornherein in einem engen Zeitplan liegt, führt u.U. zu einer sogenannten Unterrichtsverlagerung - das äußert sich durch lange und intensive Erarbeitungsphasen - mit unter auch an den Wochenenden. Nach den Aufführungen findet dagegen kein DS - Unterricht mehr statt, was allerdings meist als das Schlimmere wahrgenommen wird, da in der Zeit der Erarbeitung und natürlich auch der Aufführungen die Aula zu einem „zweiten Zuhause“ geworden ist und alle zu einem Team zusammengewachsen sind.