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Einzelne Lernende des RLG haben ihren Klassenleitern bzw. Tutoren signalisiert, dass sie eine Teilnahme an den Demonstrationen an einem Freitag planen. Einzelne Klassenleiterinnen und Klassenleiter haben mir unterdessen signalisiert, dass die Nutzung des "flexiblen Wandertags" der Klasse für eine gemeinsame Demonstrationsteilnahme geprüft wird. 

Die Situation zwischen Schulpflicht und Demonstrationsrecht kann man gut folgendem Schriftwechsel entnehmen. Eine Lernende aus der Jahrgangsstufe 5 schrieb mir Anfang März den nachfolgenden Brief:

„Sehr geehrter Herr Treptow,

Ich möchte Ihnen sagen, dass ich gerne an einem Freitag zu einem Klima-Streik gehen möchte.

Ich wollte mich allerdings nicht mit Ihnen anlegen und Sie vorher fragen, was Sie davon halten.

Ich kenne auch andere Kinder dieser Schule, die ebenfalls gerne zu so einem Streik gehen würden.

Ich finde es einfach wichtig, dass man weiß, was gerade in der Welt passiert und zeigt, dass man nicht einverstanden ist. Hoffentlich sehen Sie das ein.

Ich freue mich über Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen“

Ich habe darauf hin der sehr jungen Schülerin einen Brief geschrieben, obwohl formal für die Entscheidung die jeweilige Klassenleitung zuständig ist. Meine Ausführungen in diesem Brief kennzeichen allgemein das Vorgehen am RLG. Mein Brief lautet:

„Liebe ...,

ich habe Deinen Brief vom 06. März 2019 erhalten. Vielen Dank, dass Du mich an Deinen Gedanken teilhaben lässt.

Die Zukunft der Generation, der Du angehörst, und der Generation Deiner Kinder und Enkelkinder beschäftigt auch mich. In den Jahrzehnten, die vergangen sind seit ich so alt war wie Du es jetzt bist, gab es immer mehr an Forschungsergebnissen, die der Menschheit zeigen müssten, dass sie so wie in den Jahren seit der Industrialisierung nicht weiterhandeln kann. Ab wann wir in der Menschheitsgeschichte vom Zeitalter der Industrialisierung sprechen, dass lernst Du im Geschichtsunterricht. Am letzten Wochenende las ich einen Bericht von Klimaforschern, der eine Veränderung des Weltklimas bereits im Zusammenhang mit der Entdeckung der amerikanischen Kontinente von Europa aus beweisen soll. Das alles zeigt, was Du mindestens schon teilweise erkannt hast: Die Dinge sind sehr komplex.

Du möchtest nun, wie Du mir schreibst, an einem „Klima-Streik“ an einem Freitag teilnehmen. Den von Dir gewählten Begriff finde ich dabei zwar unglücklich, denn es wird ja nicht gegen das Klima gestreikt (was im Übrigen dem Klima auch ziemlich egal wäre), sondern es soll dafür demonstriert werden, die Maßnahmen der Menschheit, die zum Klimawandel so maßgeblich beitragen, zu überdenken und den Klimawandel mindestens zu verlangsamen, möglichst zu stoppen. Dein Anliegen kann ich verstehen. Ich finde es selbstverständlich gut, wenn sich die Kinder und Jugendlichen engagieren. Kinder und Jugendliche dürfen in unserem Land demonstrieren. Dieses Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut und wahrlich nicht in allen Ländern auf der Welt eine Selbstverständlichkeit. Gleichermaßen gibt es in Deutschland aber auch eine Schulpflicht. Auch diese ist ein hohes Gut; in einigen Ländern wünschten sich Kinder, zur Schule gehen zu dürfen. 

Ich möchte Dich kurz darüber informieren, wie die Situation einer Demonstrationsteilnahme während der Schulzeit schulrechtlich  (auch von mir) gewertet werden muss – völlig unabhängig davon, wie ich zu den Inhalten einer Demonstration stehe. Denn das Recht auf Demonstrationen schränkt nicht die Schulpflicht, die in Deutschland den Besuch von zehn Schuljahren umfasst, ein. Nichtmehr Schulpflichtige, also Lernende, die über die zehnjährige Schulpflicht hinweg die Schule z.B. mit dem Ziel des Ablegens eines Abiturs besuchen, haben ebenfalls eine Teilnahmepflicht am Unterricht. Völlig unproblematisch ist es, wenn das Demonstrationsrecht außerhalb der Schulzeit wahrgenommen wird (z.B. an den zurückliegenden drei Tagen inklusive des letzten Freitags). Erfolgt die Teilnahme an einer Demonstration jedoch an einem Schultag, muss jede Nichtteilnahme am Unterricht im Zusammenhang mit einer Teilnahme an einer Demonstration als unentschuldigte Fehlzeit gewertet werden. Das gilt auch für die Demonstrationen, die seit einigen Wochen freitags stattfinden.

Außerdem sollten sich am RLG Lernende bevor sie andere hier Lernende aufrufen, ebenfalls an einer Demonstration während der Unterrichtszeit teilzunehmen, die möglichen Folgen überlegen. Es ist vorstellbar, dass einem derartigen Aufruf auch nichtvolljährige Lernende, möglicherweise gar im Kindesalter, folgen und deren Eltern gar nichts davon wissen. Die Eltern aller am RLG Lernenden schicken ja jeden Morgen ihre Kinder an unsere Schule, weil sie davon ausgehen, dass ihr Kind hier auch den Tag verbringen wird, hier lernt und hier beaufsichtigt wird. Unvorstellbar, wenn nun einem an einer  Demonstration während der Schulzeit teilnehmenden Kind, dessen Eltern möglicherweise noch nicht einmal wissen, dass sich ihr Kind ohne ihre Kenntnis aus der Schule entfernt hat, bei der Demonstration oder auf dem Weg dorthin oder von dort nach Hause etwas zustoßen würde. Abgesehen davon, dass dann auch der übliche Versicherungsschutz durch das Land Berlin im Zusammenhang mit dem Schulbesuch nicht greifen würde, welches Leid hätte die Familie eines verunglückten Kindes zu tragen.

Fehlzeiten im Zusammenhang mit einer Demonstrationsteilnahme während der Unterrichtszeit werden also (auch auf dem Zeugnis) als unentschuldigt gewertet. Schulrechtlich werden sie am RLG unter Beachtung der oben genannten Dinge jedoch nicht mit weiteren Erziehungs- oder gar Ordnungsmaßnahmen (entsprechend des Schulgesetzes) verfolgt. Aber auch das muss klar sein: Versäumte Klassenarbeiten und Klausuren werden von der Schule nicht wegen einer Demonstration verschoben oder erneut angesetzt, sie werden mit der Note 6 bewertet. Und: Versäumter Unterrichtsstoff ist selbstständig und in einem angemessenen Zeitraum nachzuarbeiten. 

Ich gehe davon aus, Du wirst nach meinen Erläuterungen verstehen, dass kein Kind ohne schriftliche (beim Klassenleiter / Tutor bis spätestens zwei Tage vor der Demonstration vorgelegte) Einverständniserklärung der Eltern für ein Verlassen der Schule diese während der Unterrichtszeit unerlaubt verlassen darf.

Mit freundlichem Gruß

von Deinem Schulleiter"

 

 

Die beiden Anmeldezeiträume (für die fünften bzw. siebenten) Klassen des Schuljahres 19/20 sind beendet.

Für die neuen fünften Klassen liegen mehr als 120 Anmeldungen mit dem Erstwunsch RLG vor.

Für die neuen siebenten Klassen liegen 76 Anmeldungen mit dem Erstwunsch RLG vor.

Ich bedanke mich im Namen des gesamten Kollegiums bei allen Familien, die ihre Kinder am RLG zur Aufnahme angemeldet haben, für das Vertrauen, das der Schule entgegengebracht wurde. Leider werden nicht alle angemeldeten Kinder aufgenommen werden können. Die beiden Auswahlverfahren finden derzeit statt. Zu dem bereits mehrfach bekanntgegebenen Termin Ende Mai 2019 werden vom Schulträger, vertreten durch das Schulamt Pankow, die Bescheide an die Familien versandt.

Treptow

Schulleiter

Alt-Pankow, dem 11.03.2019

Am 5. März fand die diesjährige Ehrenpreisvergabe zum Gedenken an Rosa Luxemburg satt.

Mit einer abwechslungsreichen Moderation wurde durch die Feierstunde geführt. Die Laudatoren verdeutlichten, warum gerade diese Schüler und Gruppen in diesem Jahr unsere Preisträger sind.

Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger!

Einige Sponsoren waren persönlich anwesend und gratulierten den Preisträgern.

Schulentwicklung

Klasse 10.3

für die langjährige Betreuung der neuen Schüler beim ersten Besuch der Schule 

Sponsor 

Stefan Liebich, Mitglied des Deutschen Bundestages für DIE LINKE.

Sportliches Engagement

Fussballmanschaft der Mädchen (Annika, Julia, Julie, Mara, Mathilda, Elissa, Theresa, Isabell, Nina, Mathilde, Lucia, Sophie, Siri, Elisabeth)

für ihren 2. Platz unter den Berliner Schulen 

Sponsor

Maria Heimsuchung Caritas-Klinikum Pankow

Naturwissenschaftliches Engagement

Congrun Wang

für besondere Leistungen bei der Mathematikolymipade 

Sponsor

Herr Sören Benn (Bezirksbürgermeister von Pankow)

Neue Medien

Finn Seemann

für die Filmaufnahmen und den Schnitt der DVD des Musiclas "Die Feuerzangenbowle"

Sponsor 

Frau Christine Keil (Bezirksvorstand DIE LINKE. Pankow)

Literatur

Paul Meyer

für die Entwicklung und Betreuung der Veranstaltungen „Leseding“ und „Cineding“ in der Bibliothek

Sponsor

GEBIFO - Berlin Gesellschaft zur Förderung von Bildungsforschung und Qualifizierung mbH

künstlerisches Engagement

Lebenskunde-Theaterprojekt

die Schüler haben das Thema "Transgender" selbstständig erarbeitet und gespielt

Sponsor

Dr. Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa)

Politisches Engagement

Pauline Malkowski und Lina Mograby

für ihre erfolgreiche Teilnahme bei „Jugend debattiert“

Sponsor

ein Mitglied des Schulvereins

Soziales Engagement

AG Geflüchtete (Ilse, Sofia, Sophia, Marlene, Luka, Sinead, Nathalie, Elise, Paul, Nina, Laura, Lina, Bruno)

für die Betreuung geflüchteter Kinder und Jugendlicher bei den Hausaufgaben u.a.

Sponsor  

Rosa-Luxemburg-Gymnasium Stiftung

 Rose

Im Rahmen der Feierstunde wurden den Mitglieder der AG Spektrum (Amaya, Johanna Luise, Frida, Felicitas, Marike, Noël, Marlene, Jonas Sven) der Schüler-FreiwilligenPass des Landes Berlin übergeben.

Die AG Spektrum beschäftigt sich mit der Aufklärung und Information über verschiedene Sexualitäten und Gender (soziale Geschlechter) in der Schule und bei einem Projekttag für die 9. Klassen mit dem Ziel, einen höheren Wissensstand und höhere Akzeptanz bzw. weniger Diskriminierung gegenüber Menschen der LGBTQ-Community zu erreichen.

 

Im Anschluss gab es noch einen kleinen Empfang für die Preisträger, Sponsoren und Organisatoren. Unser Essenanbieter "3 Köche" zeigte, dass auch ein Buffet zu seinen Leistungen gehört.

Die Veranstaltung wird in jedem Jahr vom Schulverein organisiert und mit viel Unterstützung von Lehrern, Schülern und anderen Freiwilligen durchgeführt.

Vielen Dank

Alle Preisträger und Sponsoren (auch der vergangenen Jahre) sind im Downloadbereich des Schulvereins zu finden

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